Modulbeschreibungen

1. Semester

Formen der Beratung
Das Modul vermittelt den Studierenden einen profunden Überblick über die Angebotsseite auf dem Beratungsmarkt. Der Einstieg erfolgt über die Aufarbeitung der historischen Entwicklung der Unternehmensberatung und der Entwicklung einer Branchenstrukturanalyse des Beratungsmarktes. Im Anschluss werden die grundlegenden Funktionen und Konzepte der Beratung erarbeitet:

  • Grundlegende Formen der Beratung z.B. Inhalts- versus prozessorientierte Beratung (Gutachten-, Experten, Systemische Beratung sowie Organisationsentwicklung) und interne versus externe BeratungNeue

  • Beratungskonzepte z.B. Coaching, Mediation, Organisationsaufstellung, Meta-Beratung, Klientenprofessionalisierung
  • Neue Beratungsthemen z.B. Politikberatung, Nachfolgeberatung, Nachhaltigkeitsberatung, Szenarioanalyse zur Zukunft der Beratung


Unternehmensstrategien
Die Entwicklung zukunftsfähiger Strategien ist eine entscheidende Erfolgsvoraussetzung für Unternehmen. Unternehmensstrategien dienen der Umsetzung, Überprüfung und Weiterentwicklung der normativen Orientierungen der Unternehmung. Das erfolgt nicht im luftleeren Raum, sondern in der pluralistischen Auseinandersetzung mit einer Vielfalt unternehmensbezogener Anspruchsgruppen (Stakeholder). Das theoretische Verstehen wird durch Fallstudien im Seminar vertieft.


Beratungsbeziehungen
Ziel des Moduls ist es typische Gesprächssituationen im Beratungskontext erfolgreich zu gestalten. Dazu werden

  • die Grundfertigkeiten der Visualisierung, Präsentation und Moderation entwickelt,
  • das Wissen um gruppendynamische Phänomene erweitert und
  • das Handlungsrepertoire für Interventionen in wechselnden Gruppensituationen erarbeitet.


Contracting, Analyse, Diagnose

In dem Modul setzen sich die Studierenden mit der Gestaltung des Beratungsprozesses auseinander. Sie erwerben Kompetenzen zur kritischen Reflexion der Bedingungen in der Aufnahme einer Beratung, zur begründeten Auswahl und zum Einsatz von Konzepten und Instrumenten der Analyse und Diagnose im Beratungsprozess. Zunächst wird in die begrifflichen und konzeptionellen Grundlagen des Beratungsprozesses eingeführt. Hierbei wird vor allem auf Standardwerke zurückgegriffen, ergänzt durch Literatur zu spezifischen Problemstellungen.



Projektmanagement

Ziel des Moduls ist es Fallstudien mit Hilfe einer geeigneten Software hinsichtlich der Zeiten, Kosten und Ressourcen selbstständig planen und überwachen sowie bei Störungen steuernd eingreifen zu können. Dabei werden folgende Themen vertiefend behandelt:
  • Phasen eines Projektes
  • Planung, Steuerung und Kontrolle von Projekten
  • Netzplantechnik

Personalberatung
Das Modul versetzt die Absolventen in die Lage, personalwirtschaftliche Entscheidungen eingebettet in die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu empfehlen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen, auf verhaltenswissenschaftliche Folgenabschätzung sowie auf verhaltensorientierte Vermittlungstechniken von Entscheidungen gelegt.
Die TeilnehmerInnen sollen darüber hinaus das Wissen und die Fähigkeit zu einer kompetenten Gesprächsführung mit betrieblichen Entscheidungsträgern sowie Interessenvertretern (z.B. Betriebsräte) und mit von personalwirtschaftlichen Maßnahmen unmittelbar Betroffenen erwerben. Da bei praktisch allen Beratungsfällen im Bereich Management Personal betroffen ist, wird entsprechendes Wissen und Fähigkeiten letztendlich von allen Management-Beratern benötigt.


Trainingsmodul

Im Rahmen des Unternehmensplanspiels „Topsim – General Management II" werden die Studierenden in die Lage von Vorstandsmitgliedern versetzt, die auf einem dynamischen Marktumfeld komplexe Entscheidungen zu weitgehend sämtlichen betrieblichen Handlungsfeldern treffen müssen. Dabei werden ausgewählte betriebswirtschaftliche Themen inhaltlich vertieft (Strategisches Marketing, Einsatz des Marketing-Mix, Kosten- und Erfolgsrechnung, Wirtschaftlichkeitsrechnungen/ Investition, Wertorientiertes Management, Unternehmensplanung).

2. Semester

Corporate Social Responsibility
Zwei Jahrzehnte, nachdem international eine Debatte zu Wirtschafts- und Unternehmensethik begann und dann scheinbar wieder versiegte, werden heute Anforderungen an gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung mehr denn je gestellt. Stichworte sind corporate social responsibility, corporate citizenship, social contracts, Ethik- bzw. Wertemanagement und viele mehr. Das Modul erschließt dazu einen systematischen Überblick und zeigt an Fallstudien die praktische Relevanz des Themas.


Strategisches Management

Das Modul vermittelt den Studierenden einen profunden Überblick über Traditionen, Status quo und Trends auf dem Gebiet des Strategischen Managements. Ziel ist es, die grundlegenden Fragestellungen des Strategischen Managements zu thematisieren und diese an der Praxis zu reflektieren. Das Modul „Strategisches Management" verfolgt mehrere übergeordnete Lernziele. Zielsetzung ist die Unterscheidung zwischen präskriptiven versus deskriptiven Zweig des Strategischen Managements. Die Studierenden lernen die Grundintentionen präskriptiver und deskriptiver Managementkonzeptionen kennen. Die TeilnehmerInnen sollen in die Lage versetzt werden, über die jeweiligen Methoden, Rationalitäts- und Planungsannahmen zu reflektieren.


Unternehmenskultur und kultureller Wandel der Gesellschaft

Wertewandel ist in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (zu) lange als Entwicklung verstanden worden, der sich Unternehmen gegenüber in der möglichen Rolle des Anpassungsoptimierers befinden. Tatsächlich wird dieser kulturelle Wandel in erheblichem Maße von Unternehmen erzeugt, Unternehmensstrategien sind kulturelle Angebote an die Gesellschaft. Das Modul schafft dazu die theoretischen Grundlagen, die in empirischen Fallstudien vertieft werden und konkret zur Anwendung kommen.


Business Process Management

Das Modul soll die Studierenden in die Lage versetzen, die grundlegenden organisatorischen Instrumente und damit korrespondierenden Informationstechniken für eine kooperative Zusammenarbeit sowohl in klar strukturierbaren Geschäftsprozessen als auch in dynamisch und flexibel agierenden Communities zu entwerfen und zu unterstützen. Die Studierenden sollen in der Lage sein, die Problemstellung, Rahmenbedingungen und Zielstrukturen des Klienten zu analysieren, die wesentlichen Grundsätze und Bausteine der Geschäftsprozess- und Workflow-Gestaltung und Modellierung zu unterscheiden und den Einsatz der Instrumente planen und deren Nutzen anhand von Beispielen bewerten und vermitteln zu können.

 

 

Controlling Beratung

Das Modul Beratungstechniken im Bereich Controlling soll die Studierenden in die Lage versetzen, die grundlegenden Instrumente des Controlling und des Kostenmanagement in Beratungsfällen anzuwenden. Die Studierenden sollen in der Lage sein, zu analysieren, welches Beratungsinstrument für welche Problemstellung heranzuziehen ist. Sie sollen den Einsatz dieser Instrumente planen und vorhandene Lösungsansätze bewerten können.

 


Beratungsprojekt

Das Modul versetzt die Studierenden in die Lage, sich schnell und umfassend in unterschiedlichste Problem- und Aufgabenstellungen in Unternehmenszusammenhängen einzuarbeiten. Es wird den Studierenden durch dieses Modul ermöglicht, die durch seminaristische Lehrformen vorgestellten Beratungstechniken, -methoden und -vorgehensmodelle in konkreten praktischen Fällen anzuwenden, sowie einschlägige Erfahrungen im Bereich Moderation und Diskussion zu sammeln.
Die Inhalte des Moduls orientieren sich an standardisierten und bewährten Vorgehensmodellen in Beratungsprojekten. Hierbei werden besonders die Hauptbestandteile Projektakquise (Problemanalyse, Forschungs- und Beratungsdesign), die konzeptionelle Zusammenführung von Ressourcen und Beratungsfragestellung, das allgemeine wie spezielle Projektmanagement (Ressourcenplanung und Steuerung, Teambuilding und Moderation), sowie das Literaturstudium von angewandten Methoden/ Techniken und der projektspezifischen Sekundäranalyse vermittelt. Den Schwerpunkt bildet hier die anwendungsorientierte Durchführung des Beratungsprojektes im Rahmen von Primärerhebungen, Auswertungen und der Erstellung eines Maßnahmenkataloges.

3. Semester

Interkulturelles Management

Die hauptsächliche Zielsetzung besteht darin, bestehende internationale Organisationsstrukturen zu analysieren und die erworbenen Fähigkeiten in die Erarbeitung und Integration neuer Organisationsstrukturen einzubringen - nicht nur zur Umsetzung der Konzepte und Theorien internationaler Strategien, sondern auch, um eigene Strategien zu erstellen und die Konsequenzen einer solchen Veränderung zu reflektieren. Dabei werden folgende Themen vertiefend behandelt:

 

  • Bedeutung der Kultur in Wirtschaft und Gesellschaft
  • Theorie internationaler Strategien
  • Internationale Unternehmen und ihre Organisationsformen
  • Bedeutung und Anwendung von Techniken zur Überwindung von kulturellen Barrieren

Advanced Entrepreneurship
Das Modul ist so angelegt, das die Teilnehmer die wichtigsten Managementkenntnisse erwerben, die mit einer Unternehmensgründung verbunden sind. Die Teilnehmer nutzen ihre Kreativität zur Unternehmensentwicklung, analysieren Branchen und bereiten Finanzdaten auf. Der Business Plan bildet ein Kernelement des Moduls, der neben dem Prozess der Gründung eines neuen Unternehmens (Entrepreneurship) auch das unternehmerische Handeln innerhalb etablierter Unternehmen beleuchtet (Intrapreneurship). Dabei werden folgende Themen vertiefend behandelt:

  • Die Geschäftsidee: Wahrnehmung, Potenzialabschätzung und Kommunikation
  • Aufbau und Funktionsweise des Management-Teams
  • Finanzierung und Unternehmensbewertung
  • Wachstumsmanagement


Strategieberatung
Ziel des Moduls ist es die spezifischen Fragestellungen von strategischem Management/Strategieentwicklung und der Organisationsberatung mit einem geeigneten Beratungsvorgehen verknüpfen zu können. Dazu werden der Grundaufbau und Phasen der verschiedenen Beratungsprozesse sowie die wichtigsten analytischen und deskriptiven Werkzeuge erarbeitet. Die Studierenden bekommen so einen ersten Zugang zur Grenzziehung von Prozess-, Methoden- und Fachberatungsansätzen in der Strategieberatung und den impliziten Annahmen über die Kernproblematik.


Führung und Kommunikation
Das Modul vermittelt den Studierenden einen profunden Überblick über die Führungs- und Kommunikationsforschung und -praxis. Ziel ist es, die grundlegenden Fragestellungen der Führungs- und Kommunikationsforschung zu thematisieren und diese an der Praxis zu reflektieren. Im Einzelnen sollten die Studierenden

  • die Begriffe der Führung und Kommunikation definieren können;
  • die Basisannahmen der vorgestellten Führungs- und Kommunikationstheorien beschreiben und voneinander abgrenzen können;
  • die Stärken und Schwächen der vorgestellten Konzepte nennen können;
  • verschiedene Führungs- und Kommunikationsinstrumente kennen lernen;
  • wissen, wieso Führungs- und Kommunikationsdefizite entstehen und wie damit umgegangen werden kann;
  • wissen, dass und wieso in KMU andere Führungs- und Kommunikationsbedingungen vorliegen als bei Großunternehmen sowie Führungs- und Kommunikationsverhalten theoretisch reflektieren können.


Marketingberatung
Im Mittelpunkt des Moduls steht die konsequente Ausrichtung eines Klienten auf den Markt und die Stärkung seiner Ertragskraft durch eine Steigerung des Markterfolgs und Erhöhung seiner Effizienz. Dazu werden Methoden der Analyse, Planung und Entscheidung bezüglich zuvor nicht ausgeschöpfter Marktpotenziale ebenso erlernt, vertieft und angewandt wie bezüglich der Reaktivierung, Optimierung oder Neuausrichtung unternehmenseigener Marketing- und Vertriebsressourcen und -prozesse. Die Inhalte orientieren sich an der Systematik des Marketingprozesses und umfassen Aspekte aus Marktforschung, Marketingstrategie, Marketingmix und Marketingkontrolle. Ziel ist, mit und für die Studierenden Toolboxen zu erarbeiten und anzuwenden, die ihnen als Grundwerkzeug für Beratungstätigkeiten in Marketing und Vertrieb dienen können. Typische Beispiele umfassen Markt- und Zielgruppenanalysen, Strategische Marketingkonzepte, Positionierungsmodelle, Sortimentsanalysen, die Optimierung des Kommunikationsmix oder komplette Marketingaudits. Im Vertriebsbereich zählen z.B. Kundenqualifikation und -priorisierung, Vertriebssteuerung und -controlling oder Analysen über das Zusammenspiel von Außendienst, Innendienst, Vertrieb und Marketing oder Vertrieb und Kundendienst dazu.


Sanierungs-, Restrukturierungs- und Insolvenzmanagement
Das Modul Sanierungsmanagement umfasst die Krisenfrüherkennung aus Unternehmens- und Bankensicht, die Einleitung von Sofortmaßnahmen und die Erarbeitung leistungswirtschaftlicher und finanzwirtschaftlicher Konzepte, um Unternehmen langfristig aus der Krise zu führen und den Turnaround zu sichern. Als Theoriegrundlagen werden der Agency-Ansatz und das Stakeholder-Modell verwendet. In der Veranstaltung werden Instrumente aus der Finanzierung, dem Marketing, der Bilanzierung, der Organisation, dem Controlling und dem Steuerrecht aufgegriffen, um die Sanierungsfähigkeit eines Unternehmens zu prüfen, die Sanierung einzuleiten, den Sanierungsprozess zu überwachen und den Sanierungserfolg zu sichern. Im Vordergrund steht die Betrachtung der finanzwirtschaftlichen Komponente. Die Veranstaltung wird begleitet durch eine Vielzahl umfangreicher Praxisfallstudien, in denen fächerübergreifendes Wissen angewendet wird. In Rollenspielen wird die Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit erlernt.


Rolle der Person in der Organisation: Beratungs- und Konfliktlösungsansätze

Das Modul vermittelt den Studierenden einen einführenden und in Teilen vertiefenden Überblick in die unterschiedlichen Beratungsformen, die in den Organisationen Anwendung finden. Ziel ist es, gemeinsam mit den Studierenden relevante Ansätze zur Veränderung von Rollenverhalten von Personen im organisationalen Kontext zu erarbeiten. Dabei werden folgende übergeordnete Lernziele für die Studierenden verfolgt:

 

  • die Bedeutung der Rolle aus der Sicht des Subjekts und aus Sicht der Organisation
  • die Bedeutung des Konzepts der Supervision als Form der Personalentwicklung
  • die Bedeutung der Mediation als Modell der Konfliktlösung in Organisationen
  • Coaching als Ressource zur Ausgestaltung von Führungsverantwortung und zur Reflexion personaler Karriereplanung
  • Differenzialdiagnostische Kriterien für den angemessenen Einsatz der unterschiedlichen Beratungs- und Konfliktlösungsansätze